Anwältinnen-Kommunikation

Kluge Machen kommen überall hin! Anwältinnen stellen andere Fragen als Anwälte. Daher habe ich einige der häufigsten in diesem Aufsatz beantwortet.

Lesen Sie hier den kompletten Aufsatz: 10 Tipps für die Durchsetzung von Anwältinnen in Alltagssituationen.

Tipp 1: Harte Fakten? Weiche Sprache!

Ich bin für das Personal zuständig und seit einem Jahr Partnerin. Meine Argumente sind von erlesener Sachlichkeit, immer begründet, bauen aufeinander auf und würden die Kanzlei wirklich nach vorn bringen. Dennoch werden sie in Partnerversammlungen nicht berücksichtigt.

Antwort:
Anwälte unterbewerten Personalfragen nach wie vor. Umso geschickter sollte Ihre Präsentation Ihrer Vorschläge sein.
Frauen können oft besser als Männer den Sachteil eines Argumentes herauskehren und präsentieren dann nur diesen. Das ruft Widerstand hervor, wirkt „kühl“, „überlegen“ und bisweilen sogar „arrogant“.
Kündigen Sie deshalb „harte Fakten“ „weich“ an – und sorgen Sie dafür, dass IHR Beitrag (und nicht etwa Ihr vom -männlichen?- Nachredner verfremdet-imitierter Beitrag) ins Protokoll kommt.
Etwa so: „Ich möchte auf einen Punkt hinweisen, der heute noch nicht benannt wurde. (Stimme runter). Er hat zu tun mit … (Stimme runter). Es geht dabei um folgende Überlegung …“
Wenn Sie allerdings bereits für diesen angeblich „weichen“ Stil bekannt sind und DESHALB nicht mehr gehört werden, probieren Sie mal das Gegenteil, wie im nächsten Beispiel.