Gute Kanzlei-Webseiten machen Appetit auf das erste Mandantengespräch

Gute Kanzlei-Webseiten machen Appetit auf das erste Mandantengespräch

0 Comments

Gute Kanzlei-Webseiten sind Lösungslieferanten. Umwege zu diesem Ziel lehnen Probleminhaber glatt ab. Appetit auf das erste Mandantengespräch und Heißhunger auf den ersten Live-Kontakt sind die Folgen guter Webseiten.

Weg isser, auf Nimmer Wiedersehen, der Interessent!

Mandantenerwartung an Kanzlei-Webseiten sind manchmal schon durch Weglassen der Umwege zu erfüllen: Weder die Schönheit Ihrer Kanzleiseite noch das Jahr Ihres Abiturs, noch inhaltsferne Fotos, noch Ihre äußerst rätselhafte Anwaltssprache sind für ihn attraktiv. Gelangweilt wird er reagieren, wenn er nichts selber machen kann.
Höchststrafe erteilt er, wenn Sie ihn nach relevanten, verständlichen und äußerst konkreten Informationen – und nach Ihren Kontaktdaten – suchen lassen:

Information zu Online-Akquise

Finden Sie in diesen Aufsätzen Wege zum Umgang mit Legal Tech, mit Monitoring, mit dem klugen Umgang mit online-Bewertungen, mit SEO, mit Online-Portalen und natürlich Ihrer Kanzlei-Webseite:

© Achtung! Copyright!

Zum Aufsatz Online-Reputation
Zum Aufsatz AdWords
Zum Aufsatz SEO
Zum Aufsatz Online-Portale
Zum Aufsatz Kanzlei-Webseite
Zum Aufsatz Legal Tech

© Johanna Busmann

 

18 Tipps für akquisestarke Kanzleihomepages

1. Ohne Kanzlei-Strategie keine erfolgreiche Kanzlei-Webseite!

Bevor Sie loslegen: Wer sollen Ihre Mandanten zukünftig sein? Kanzlei-Strategie ist der Anfang aller Marktpositionierung! Früher suchten Mandanten ihren Anwalt aus, heute ist das umgekehrt! Anwaltszahlen steigen, Mandantenzahlen nicht. Da ist Umdenken gefragt.

2. Wer Ihre Leistung sucht, muss Ihre Webseite finden.

Wer Ihren Namen schon gehört oder gelesen hat, gibt den zuerst ein, zusammen mit Ihrem Berufstitel und Ihrem Ort, meist ohne Problembeschreibung.
Er findet Sie (hoffentlich) sofort an Position 1 auf Seite 1 der „organischen Treffer“ in der Suchmaschine.
Unbekannte Sucher dagegen, die nicht Ihren (Kanzlei-) Namen kennen, geben Suchbegriffe meistens in Short-Head Manier in eine Suchmaschine ein.
Unbekannte Sucher, die schon einen spezifischen Bedarf angeben können und sich einigermaßen sicher sind, tatsächlich einen Anwalt engagieren zu wollen, geben eher die Long-Tail-Suche ein.

3. Der Ziel-Mandant bestimmt den inhaltlichen Aufbau der Seite.

Wodurch kann Ihr zukünftiger Mandant auf Ihre Seite kommen? Ermitteln Sie, welche Suchwörter er eingeben würde,um Ihre Leistung zu finden, ohne Sie zu kennen.
Jedes dieser Suchwörter („Keywords“) wird in Seiten-Überschriften, Seitenbeschreibungen, vielfach variiert im Inhalt selbst und vor allem in den Permalinks finden. Alle Suchwörter müssen untereinander verlinkt sein und jeweils auf Erklärseiten führen.
Das dominanteste der Suchwörter („Verkehrsrecht“) ist dabei Teil der Haupt-Überschrift auf der Startseite!

4. Nutzenargumentation statt leerer Versprechen!

Sagen Sie dem Mandanten, was ihm nützen wird und nicht, was Sie alles können! Der Mandant will gewiss nicht lesen, dass Sie „Arbeitsrecht machen“ (das weiß er längst!), sondern dass er mit Ihrer Hilfe „erfolgreich Abfindung verhandeln“ oder „ressourcenschonend einen Sozialplan erstellen“ kann.
Erstellen Sie eine knappe Liste mit dem Nutzen, den Sie in allen Teilen Ihrer Mandate konkret bieten.
Aus dieser Liste machen Sie Aufsatzüberschiften, Blogbeiträge, Glossar-Inhalte etc.

5. Transportieren Sie Inhalte auf mehreren Kanälen!

Glossare, Blogs, Seitenbeschreibungen, Permalinks und Menü-Unterseiten: Text hat viele Transportmittel! Strategisch aufgebaute Webseiten mit Akquiseziel in die Zeitzone Zukunft wollen unbekannte Sucher anziehen, die nicht den Anwaltsnamen (und oft auch nicht dessen Ort) kennen.

Glossar:
Ein Glossar besteht aus alphabetisch gelisteten Begriffen mit Kurzdefinitionen vieler relevanter (d. h. durch den unbekannten Sucher eingegebenen) Suchwörter. Jedes Suchwort hat eine eigene Seite.
Im Medizinrecht suchen z. B. Opfer eines Arztfehlers gewöhnlich nach „Fachanwalt – Medizinrecht – medizinisches Problem“; letzteres übrigens oft in Arztsprache, da sie die inzwischen kennen – und erzielen zuverlässige Suchmaschinentreffer durch ein Glossar.

Blog
Der Blog ist ein Tagebuch im Internet. Er hält Ihre Seite mit wenig Aufwand aktuell, frisch und lesenswert: Sie kommentieren neue Urteile, melden lustige Begebenheiten und Rechtsvorschriften, kündigen Mandantenseminare an, weisen auf Artikel hin und verlinken zu Kommentaren zu diesen Artikeln.
Ein Blog ist manchmal nur fünf Zeilen lang, wenn er nur ein Foto kommentiert und manchmal 30 Zeilen lang, wenn er Folgen eines BGH Urteils für Ihre Zielmandantschaft auflistet.

Tipp
Schreiben Sie Gastkommentare in Jura-Blogs, richten Sie selbst einen Blog ein. Gelungenes Beispiel ist der sogar mit dem Grimme Online Award 2011 in der Kategorie “Information” ausgezeichnete „lawblog“ des Düsseldorfer Rechtsanwalts Udo Vetter: https://www.lawblog.de

Permalinks:
Sie sind der „Elektronische Personalausweis“ jeder Seite und Unterseite. Bei jedem Google Treffer sind Permalinks grün dargestellt. Ihr Inhalt wird dominant von Google eingelesen und ist mit verantwortlich für das Ranking Ihrer Kanzlei.
Schlagen Sie eine beliebige Seite Ihrer eigenen Webseite auf; den Permalink sehen Sie oben in der Eingabezeile.
In einer für Suchmaschinen optimierten Seite enthält der Permalink einige zusätzliche Begriffe, die NICHT nur auf das Basiswort zielen. Also statt “www.rechtsanwälte-vogel.de/verkehrsrecht/” das erweiterte “www.rechtsanwälte-vogel.de/verkehrsrecht-rotlichtverstoß-Blitzer-verkehrskontrolle-bußgeld”

6. Usability: „Don’t make me think“

Wenn der Besucher nachdenken muss, wo auf der besuchten Webseite er was findet, hat die Webseite bereits verloren. Usability heißt auf Deutsch Nutzerfreundlichkeit.
Ihre Webseite muss leicht zu navigieren sein; jeder Erstbesucher muss mühelos und „intuitiv“ alles finden, was er sucht.
So die Hauptforderung von Steve Krug in seinem gleichnamigen Erfolgs-Buch „Don’t make me think“. Der Macher der Webseite muss dazu aus der Leserperspektive alles einrichten, was der Leser braucht – und wie er es braucht. Eine falsch durchdachte Navigation richtet Schaden an.

7. Nutzenargumentation ist sexy.

Ersetzen Sie leere Versprechen durch die Nutzenargumentation.
Die Startseite ist Ihr Entrée. Sagen Sie dem Mandanten, was ihm nützen wird und nicht, was Sie alles können! Der Mandant will gewiss nicht lesen, dass Sie „Arbeitsrecht machen“ (das weiß er längst!), sondern dass er mit Ihrer Hilfe „erfolgreich Abfindung verhandeln“ oder „ressourcenschonend einen Sozialplan erstellen“ kann. Erstellen Sie eine Liste mit dem Nutzen, den Sie konkret in allen Teilen Ihrer Mandate bieten.
Jeder Nutzen führt als Link zu einer Spezialseite.

8. Soghafte Bild- und Farbsprache

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck: Die passende Farb- und Motivsprache Ihrer Seite aktiviert das visuelle Belohnungszentrum im Hirn des Besuchers.
Ein Foto in Full-HD geht über den ganzen Bildschirm. Es ist verlinkt zum Hauptthema. Über ihm sind die Kontaktdaten und das Hauptmenü. Das Foto transportiert die Farbsprache des Logos und die Motivsprache des Rechtsgebiets oder der Kanzlei-Werte:
Das Bild eines Wassertropfens auf Wasser symbolisiert Reichweite und Konsequenz. Das Bild tauziehender Kinder symbolisiert Wettbewerb und Einsatz. Das Leitmotiv von Bambus in seinen unterschiedlichen Schattierungen symbolisiert Kontinuität und Robustheit. Brettspiele symbolisieren Taktik und Siegeswillen. Das Lebensmittelrecht punktet durch expressive Bilder von Reissäcken, Messbechern und Transportkisten. Anwälte lachen in Full Width (volle Breite) in die Kamera, neben ihnen ihr Leitspruch.

Achtung! Alle Lizenzrechte der Fotos müssen mit Rechteinhaber im Impressum stehen.

9. Corporate Identity

Ihre Corporate Identity dient der Wiedererkennbarkeit Ihrer Marke. Was immer die Öffentlichkeit erreicht, ist aus einem Guss, auch in Webseite, in Ihrer Facebook-Seite, Anwalt.de und anderen Profilen: „Corporate design“ betrifft Farben, Logo, Schriftgrößen, Schriftart, E-Mail Signatur, Aufbau der Schriftsätze, Vortragsfolien, die Farbe des Kanzleiteppichs, Kanzlei-Broschüre, Visitenkarten, Aufsätze, etc.
Auditive Wiedererkennung erreichen Sie durch dieselbe Meldung am Telefon, durch die namentliche Begrüßung mit Handschlag durch die Empfangsmitarbeiter sowie durch die persönliche Vorstellung der Assistentin nach dem Erstgespräch.

10. Ersetzen Sie Leerfloskeln

„Wir sind für Sie da“ ist spätestens eine Lüge, wenn um 17.10 Uhr Ihr Anrufbeantworter angeht, eine unwirsche Telefonsekretärin den Mandanten frustriert oder wenn Sie selbst eilig, arrogant, unverständlich oder schnörkelhaft wirken.
Ersetzen Sie alle Leerfloskeln durch die Nutzenargumentation: „Wir regeln Ihren Verkehrsunfall. Wir setzen Ihre Ansprüche durch bei einer Kündigung. Wir begleiten Sie zu Sozialplanverhandlungen.“

11. Ersetzen Sie „Begrüßungstexte“!

Der in den 90er Jahren als höflich geltende „Begrüßungstext“ wirkt heute redundant, umständlich und lächerlich: „Wir begrüßen Sie auf der Internetpräsenz der Kanzlei X. Zögern Sie nicht (sic!), und bei allfälligen Fragen anzurufen“.
Denn wahrgenommen wird heute in etwa 20-facher Geschwindigkeit: begrüßt, fasziniert und „gebunden“ wird heute durch Inhalte und Rechtslösungen (in bestimmten Bereichen zu Festpreisen), die Kontaktdaten stehen als Call-to-Action dominant daneben, und das einfach auszufüllende Kontaktformular leitet jede Minifrage sofort als mail weiter.

12. „Call-to-action“

Ein Call-to-Action Button, ein Link oder ein Formular fordern den Besucher sofort zum Mitmachen auf: Er kann sich zu einem Vortrag anmelden, seine Frage notieren und absenden, zur kostenlosen Erstberatung einchecken, ein Festpreisprodukt kaufen, sich selbst einen Beratungstermin beim Anwalt eintragen, Aufsätze downloaden, Blogbeiträge oder Urteile lesen, Videos sehen, Checklisten downloaden, ein Buch bestellen. Er kann viele Unterseiten und alle Blogbeiträge sofort schriftlich kommentieren.

13. Rechtsgebiete

Dieser Punkt wird manchmal erstaunlicherweise „Kompetenzen“ genannt.
Das ist dumm, denn Sie vergeuden Ressourcen: Kompetenzpräsentation bedeutet, dass Sie konkret erläutern, wodurch Ihre “Rechtsgebietskenntnisse” dem Mandanten nützen werden. “Arbeitsrecht” ist keine Kompetenz, sondern ein Fachgebiet. Dagegen “Wir helfen Ihnen, Geld, Zeit und Nerven zu sparen. Wir erarbeiten einen rechtssicheren Sozialplan für Ihr Unternehmen” schon.

14. Interne links

Alle Unterseiten zum Menüpunkt „Rechtsgebiete“ transportieren schon in der Überschrift Keywords oder deren Synonyme. Jede Unterseite hat einen ausführlichen, gegliederten, leicht verständlichen Text mit Unterüberschriften, die ebenfalls keywörter oder deren Synonyme tragen. Alle Schlagwörter in den Texten werden zu weiteren Unterseiten, zum Glossar, zum Blog oder zu Aufsätzen verlinkt.

15. Gegnerlisten

Wer Gegnerlisten veröffentlicht, ist z. B. im Patientenrecht weit vorn und wird beim ersten Mandantenbesuch durch Unfallopfer oder geschädigte Patienten immer darauf angesprochen.
Die Gegnerliste verzeichnet Krankenhäuser, Ärzte und Pflegeeinrichtungen und löst einen Vertrauensvorschuss beim unbekannten Mandanten aus: Die gefühlte Phalanx der bis dahin als übermächtig wahrgenommenen Ärzte und Krankenhäuser wird aufgebrochen; der Anwalt ist von vornherein glaubwürdig in seiner Parteilichkeit.

16. Über uns

Dies ist der Ort der Selbstdarstellung. Sie kann kurz ausfallen, darf Lustiges enthalten und muss auf Informationen zum „Abitur im Jahr 1977“ verzichten. Sie soll Fotos, Telefonnummer und E-Mail Adresse der persönlichen Mitarbeiter des Anwalts enthalten.
Zusätzlich machen sich persönliche Leitsprüche, Arbeitsmotti und Äußerungen zur Persönlichkeit der Akteure – besonders in den Prozessfächern – sehr gut.
Die Rolle der Assistentin wird dort erklärt; sie erledigt alles Organisatorische. Paralegals erläutern dort ausführlich ihre inhaltlichen Aufgaben, z. B. im Patent- oder Insolvenzrecht.
Die telefonische Durchwahl zur Assistenz muss suggerieren, dass der Anwalt immer erreichbar ist, auch, wenn er abwesend ist!
Die Überschriften müssen sexy und suchmaschinenoptimiert sein: „Ihre Fachanwälte für Medizinrecht und Arzthaftung in Bad Gandersheim – seit 19 Jahren auf Patientenseite!“

17. Sprache

„Kurz, konkret, präzise“, und das aus Mandantensicht! Das wird Anwälten nicht grad in die Wiege gelegt – und ist doch unerlässlich!
Weg mit hingeschwurmelter Behördensprache („Die Abfassung des Antrags erfolgte unter Zuhilfenahme der Neuerungen zum X Gesetz vom 13.5.2016“, insoweit war es…“) und her mit knackigen Botschaften („Das neue Urteil zur X. wird viele Hausbesitzer ärgern.“).
Trauen Sie sich. Schreiben Sie kurze Sätze. Knappe Listen. Alle Hauptsachen in Hauptsätze. Relativieren Sie nichts. Schreiben Sie im Aktiv. Meiden Sie Hilfs- verben. Meiden Sie Verallgemeinerungen und Relativierungen. Verlinken Sie alle Suchwörter! Spezifizieren und quantifizieren Sie wahrheitsgemäß.

Tipp
Verwenden Sie Perspektivwechsel, wenn Sie Ihre Leistungen skizzieren: „Unsere Mandanten vertrauen auf unsere X, Y und Z.“ (statt: „Wir haben X, Y und Z.“) Dadurch vermeiden Sie Angeberei und zu große Schüchternheit.

18. Kosten

Leistung und Gegenleistung sind transparent. Wer sein Problem zum Anwalt trägt, will wissen, was die Problemlösung kostet. Je klarer Ihre Honorarinformation auf Ihrer Seite ist, desto mehr Vorteile haben Sie:

Orientierung:
Der Interessent ist orientiert, verringert seine Kontaktfurcht und hat beim Erstgespräch zum Honorarpunkt keine Einwände.

Kompetenz:
Sie wirken fair, kompetent und berechenbar bei der Gegenleistung. Dasselbe wird Ihnen auch bei Ihrer Leistung unterstellt. Besonders, wenn Sie erwähnen, dass selbst telefonische Rechtsauskünfte immer kostenpflichtig sind, erhöhen Sie – übrigens auch für Sie selbst – den „inneren Wert“ Ihrer mühsam erlangten Kompetenz.

Segmentierung:
Das Segmentieren von Mandanten geht auch auf diesem Weg: Wer Ihren Preis nicht zahlen möchte, bleibt weg.

Alleinstellung:
Je mehr Zahlen Sie nennen, desto eher stechen Sie aus der Mitbewerbergruppe heraus. Ihre Mitbewerber vermeiden diesen Punkt ganz oder „schwurmeln“ sich durch.

Vertrauen:
Sie geben die Regeln Ihres Hauses vor. Viele Mandanten benötigen Struktur und Verlässlichkeit. Sie reagieren positiv auf klare Ansagen, laientaugliche Erläuterungen und strukturierte Botschaften.

Basis-Informationen Kanzleimarketing:

Aufsatz Marktpositionierung I
Aufsatz: Marktpositionierung II
Aufsatz: Kanzleikultur
Aufsatz: Kanzleimarketing
Aufsatz: Kanzleiwebseite
Aufsatz: Legal Tech
Aufsatz: beauty contest
Aufsatz: Honorarinformation
Aufsatz: Mandantenbefragung
Aufsatz: Mandantengespräch
Aufsatz: Mandantengespräch: Todsünden
Aufsatz: Schwierige Mandanten

0

You May Also Like

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *