Coaching-Indikationen

Coaching–Indikationen trennen andere Interventionsformen wie Therapie, Seminar oder Beratung sicher ab.

18 Aufsätze: Information zu Coaching in der Anwaltskanzlei

Mitarbeiterführung „Die Exzellenz – Initiative in einer mittelständischen Kanzlei
Basics: Was ist Coaching?
Zeitmanagement: Zeitmanagement für Rechtsanwälte
Marktposition: Eine Kanzlei macht ein Ziel: Marktpositionierung.Ziel:
Kanzlei-Strategie: Eine Kanzlei macht eine Strategie Marktpositionierung.Strategie:
Hindernde und fördernde anwaltliche Glaubenssätze regieren den Arbeitsalltag ihrer Besitzer!
Inspiration meets Provokation: Hier geht’s zum Blitzkurs Selbstmanagement
Was sind Anwaltsrollen, und wie vermeiden Sie Risiken bei deren Wechsel?
Team-Coaching: Was bewirkt ein Team-Coaching?
Ein Anwalt lernt Mitarbeiterführung.
Wie geht Delegation?
Kanzlei-Coaching: Eine Anwalts-Boutique in Not: Was ist ein Kanzlei-Coaching?
Zeitmanagement: Maßnahmen gegen den Schlendrian in der Kanzlei: Kanzlei-Schlendrian ade! 
Cross Selling: Leitkultur, Kundenmanagement und „cross selling“: Kanzleikultur-Wie geht das?
Eine Patentanwaltskanzlei optimiert ihre Akquisestruktur
Eine Anwaeltin erkennt Zusammenhang zwischen Burnout und eigenen Glaubenssätzen
Das Kaiserinnen-Manifest motiviert Anwältinnen, Boss in ihrem eigenen Leben zu werden – und zu bleiben.
Assistentinnen: Assistentinnen müssen in das Akquiseteam der Kanzlei eng eingebunden sein. 10 Tipps helfen Ihnen dabei!

Coaching ist indiziert, wenn

  • „nach innen“ etwas nicht ganz rund läuft
  • der Probleminhaber das Problem wirklich loswerden möchte (Vorsicht! Folgenreich!)
  • die Symptomatik keinen Krankheitswert hat
  • ein Seminar nicht helfen würde.

Rechtsanwälte lassen sich coachen, wenn sie

hohe Ziele erreichen wollen,
ungewohnte Rollen bekleiden, bekleiden wollen oder bekleiden müssen,
in ihrer Umgebung Fluktuation oder hohe Krankenstände entdecken,
unerwünschte Verhaltensweisen anderer zu eigenen Nachteilen machen
in sich selbst Symptome von fehlender Selbstorganisation entdecken:
bei immer gleicher Bemühungen mangelhafte Ergebnisse erzielen,
durch andere in Ausübung ihrer Rollen wiederholt nicht akzeptiert werden

Was Sie verantworten, können Sie beheben!

Als erstes lernen sie in jedem Fall eigene Anteile an der Entstehung suboptimaler Zustände kennen, denn: Nur was sie selbst mit gestalten, dulden oder hervorrufen, können sie auch selbst ändern.

Typische Symptome in Anwaltskanzleien, die ein Team-Coaching indizieren:

In meinem backoffice ist Zickenkrieg wie in der SAT 1 Vorabendserie.
Hinter meinem Rücken reden alle über mich. Ich komme in den Raum, dann sind sie still. Sind sie neidisch auf meinen Aufstieg?
Meine Sekretärin hat soeben gekündigt. Es ist die dritte in diesem Jahr. Der Markt ist wie leergefegt; gutes Personal ist fast nicht zu bekommen.
Wie werde ich konfliktfähiger? Ich raste jedes Mal aus, wenn ich kritisiert werde und kann selber schlecht kritisieren.
Wie bekomme ich den Blick fürs Wesentliche – und was tun mit dem Rest? Ich bin den ganzen Tag mit dem Kopf unter Wasser.
Ich möchte die Kanzlei wechseln, traue mich aber nicht.
Ich möchte mich selbständig machen, weiß aber nicht, wie das geht.
Am liebsten möchte ich eine Gärtnerei kaufen, bin aber Anwältin. So richtig Lust habe ich nicht mehr.
Ich krieg in meiner Kanzlei nur die kleinen Mandate. Die großen sahnen die Herren ab.
So viel Geld – das zahlen die Mandanten nicht.
Wir haben das dritte Mandat innerhalb von einem Jahr verloren. Dabei sind wir hier der Platzhirsch!
Für die Ernennung zum Partner haben wir harte Auswahlkriterien und assessments mit unserem Londoner office. Ich möchte Partner werden, bin aber der jüngste in der Bewerberriege.
Ich schaffe die Arbeit nicht. Jeder Tag müsste 40 Stunden haben, und selbst dann…
Ich wollte jemandem zum Partner machen, der sich aber als unzuverlässig heraus stellte. Jetzt hat er sich hier in der Nähe ein Haus gekauft. Seine Frau ist schwanger. Wie kann ich mich jetzt verhalten?
Ich kann es persönlich nicht ertragen und geschäftlich nicht tolerieren, dass einer unserer fünf Anwälte fast alle seine Mandate nach RVG abgerechnet.
Mit der Idee eigener in-house Veranstaltungen und neuer Vertriebswege unserer newsletter über das Web 2.0 kann ich mich hier nicht durchsetzen. Der Partnervertrag macht den Wechsel schwierig.
Ich bin in M & A Mandaten gewohnt, über Riesenvolumen zu verhandeln und setze mich auch regelmäßig ganz gut durch. In der Partnerversammlung ziehe ich dagegen immer den Kürzeren. Ich habe nach drei Jahren immer noch nur eine halbe Sekretärin.
In zwei von unseren fünf Standorten brodelt es gewaltig. Wir haben überall office manager, alles Rechtsfachwirte mit SUPER Examen, eingestellt. Entweder setzen sie sich gar nicht durch oder terrorisieren alle mit ihren Forderungen.
Unsere Associates haben einen fürchterlichen Umgang mit unseren Sekretärinnen. Es gibt viele Beschwerden.

TIPP: Nur wer das Problem selber mit verursacht hat, kann es auch selber lösen.

Unterschiede: Team-Coaching, Team-Training, Kanzlei-Beratung

Indikation:
Teamcoaching
Teamtraining
Kanzleiberatung
Symptome:
Streit, unklare Aufgaben, neue Rollen und Zuständigkeiten, (neue) Mitarbeiter eingliedern, Missgunst, Arbeitsverweigerung, schlechte Ergebnisse, Einzelkämpfertum, Team-Visionen fehlen, Projetteams wie Dauerteams behandelt, Veränderungen im Team sind traumatisch, besonders schwierige Aufgaben,
Kommunikationstechniken fehlen für Führung, Delegation und feed-back. Mitarbeiter können noch nicht führen; Konfliktmanagement. Teampräsentationen optimieren für pitches oder Zeugenvernehmungen, Teamsitzungen sind unstrukturiert, lang und ergebnislos
Kanzlei will Strategie, Online-Strategie, neues Marktsegment besetzen, neue Kooperationen, neues Geschäftsmodell, international werden, fusionieren, betriebswirtschaftliche Kennzahlen einrichten, Entnahmesysteme ändern, andere Gesellschaftsform, Partnerschaften auflösen
Nutzen:
Rollen, Erwartungen und Hierarchien werden geklärt, Ziele werden gemeinsam entwickelt, to-do-Listen werden erstellt, Mitarbeitergespräche als Managementinstrument eingeführt
Führung wird optimiert, Delegation klappt besser, Mitarbeitergespräche werden effizient geführt, Führungskräfte werden auch in neuer Rolle anerkannt. Partner lernen Verantwortung für Strukturen in der Kanzlei
Neue Strategie-Ideen, oft durch exzellente Marktkenntnis der Berater; Berater berichten etwas, das das Team noch nicht weiß. Online-Präsenz optimiert, Marktposition verbessert,
VORSICHT!
Rahmenverträge sind oft Geldverschwendung! Lassen Sie Teammitglieder mit entscheiden, ob weitere Interventionen benötigt werden! Mittel- und langfristige Evaluation vom Coach fordern! Teams immer top-down coachen! Coaching ggfs. durch Teamtraining ergänzen / absichern!
Ein ganz schlechter Coach lehnt ein Coaching auch dann nicht ab, wenn er weiß, dass ein Zielführungsworkshop mit 30 Associates aus dem 1. – 3. Jahr in einem bemühten Waldhotel in der Kurpfalz, dotiert mit einem Honorar von 2600 Euro Honorar pro Tag + Spesen reine Geldverschwendung ist. Die persönliche und berufliche Zielsetzung eines Associates ist in den ersten drei Jahren für eine Großkanzlei komplett irrelevant. Auch wenn danach schon im Einstellungsgespräch gefragt wird.:-(
Ein Training von Kommunikationstechniken ist NUR sinnvoll, wenn Führungsstrukturen bereits klar sind! Rausgeschmissenes Geld, wenn Ziele fehlen, Hierarchien unklar sind. Schlechte Teamtrainer FRAGEN NICHT nach Führungsstrukturen (wenn die Schuld sind, nützt ein Training gar nichts!) sondern betreiben Flickwerk. Schlechte Trainer lehnen niemals einen Auftrag ab und verlangen nicht, die Hierarchie einzuhalten, die Sie in dieser Tabelle finden.
Dominant visuell rezipierende Präsentationen glauben, auch Teilnehmer bräuchten power-point Präsentationen, (fotografierte) Metaplanwände mit geclusterten und händisch aufgeklebten Karteikarten sowie Wortprotokolle eines jeden durch brainstorming gewonnenen Beitrags. Das Grauen in Tüten!
NUR Berater mit nachgewiesenen Erfolgen in Ihrer Branche aussuchen! Immer löchern wegen Umsetzbarkeit! Immer kritisch nach Kosten der Umsetzung fragen! Schlechte Berater möchten Rahmenverträge, haben keine verlässlichen Nachfassaktionen, keine belastbaren Referenzen (die man anrufen kann!), reagieren unwirsch oder ausweichend auf Fragen nach Konkretisierungen, verwenden peinliche „Bullshit-Bingo-Phrasen“ („Die Präsentation maile ich asap“), penetrante Anglizismen („Der Spirit im Office ist down“) und sozialarbeiterisch bemühte Floskeln („Irgendwo muss man auch ein Stückweit Kompromisse wagen“).
Sie treten aus reiner Unsicherheit furchtbar gern arrogant auf.