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Zehn Gebote für akquisestarke Kanzleihomepages

Informationen:

Zum Aufsatz Legal Tech
Zum Aufsatz AdWords
Zum Aufsatz Kanzleiwebseite
Zum Aufsatz SEO (Suchmaschinenoptimierung)

1. Gebot: Ohne Kanzlei-Strategie keine erfolgreiche Kanzlei-Webseite!

Bevor Sie loslegen: Wer sollen Ihre Mandanten zukünftig sein?
Früher suchten Mandanten ihren Anwalt aus, heute ist das umgekehrt! Anwaltszahlen steigen, Mandantenzahlen nicht. Da ist Umdenken gefragt.
Oft fehlt Anwälten der Mut, künftige Mandantenkreise nach Branchen oder Rechtsgebiet zu „segmentieren“.
Ihre Furcht: Umsätze brechen ein, bisherige Mandantschaft ist gekränkt, man selbst fühlt sich eher wie ein kühler Unternehmer und nicht mehr wie ein fürsorglicher „Helfer“.
Alles zunächst berechtigt! Wirtschaftliches Überleben und Verantwortung für Arbeitsplätze gelingen jedoch nur durch nachhaltige strategische Marktpositionierungen.

2. Gebot: Wer Ihre Leistung sucht, muss Ihre Webseite finden.

SEO entscheidet über den Erfolg IhrerKanzlei-Seite. Wer Ihren Namen schon gehört oder gelesen hat, gibt den zuerst ein, zusammen mit Ihrem Berufstitel und Ihrem Ort, meist ohne Problembeschreibung.
Er findet Sie (hoffentlich) sofort an Position 1 auf Seite 1 der „organischen Treffer“ in der Suchmaschine.
Unbekannte Sucher dagegen, die nicht Ihren (Kanzlei-) Namen kennen, geben Suchbegriffe meistens in folgender Reihenfolge in eine Suchmaschine ein:

  • Problem – (Fach-)Anwalt – Rechtsgebiet oder
  • (Fach-)Anwalt – Rechtsgebiet – Problem

3. Gebot: Der Ziel-Mandant bestimmt den inhaltlichen Aufbau der Seite.

Wenn Sie wissen, wie Ihr zukünftiger Mandant tickt, können Sie ihn durch Keywords auf Ihre Seite bringen:
Sie bieten Verkehrsrecht an in einer Stadt mit 54000 Einwohnern? Dann wissen Sie: Zukünftige Mandanten mit einem verkehrsrechtlichen Problem werden eine der etwa 30 unter Nichtjuristen bekannten verkehrsrechtlich relevanten Vokabeln eingeben (Rotlichtverstoß bzw. „Rote-Ampel-überfahren, Führerschein weg, Auffahrunfall, Fahrerflucht, Punkte in Flensburg, etc.), um Ihre Leistung zu finden. Diese Wörter werden kombiniert werden mit den weiteren Wörtern „Rechtsanwalt“ und „Verkehrsrecht“ sowie mit der Kategorie „Ort“.
Hieraus folgt, dass Ihre Seite jedes der 30 potenziellen Suchwörter dominant behandeln muss:
Jedes dieser in einem brainstorming ermittelten inhaltlich dominanten Suchwörter („keywords“) muss sich in Seiten-Überschriften, vielfach variiert im Inhalt selbst und vor allem in den permalinks finden.
Alle Suchwörter müssen untereinander verlinkt sein.
Das dominanteste der Suchwörter („Verkehrsrecht“) ist dabei Teil der Haupt-Überschrift auf der Startseite!

4. Gebot: Zur Kompetenzpräsentation verwenden Sie viele nützliche Unterseiten.

Sie sind Fachanwalt für IT-Recht in einer größeren Stadt, in fester Kooperation mit  einem Gesellschafts- und Steuerrechtler?
Dann haben Sie unter dem Hauptmenüpunkt „IT-Recht“ vermutlich mehrere Unterseiten.
Titelwörter dienen Ihnen nur, wenn der Mandant sie kennt und selbst im Alltag verwendet (denn sonst gibt er sie nicht bei der Suche ein)

  • Lizenz- und Vertriebsverträge
  • Individualsoftware
  • Service-Level-Agreements
  • Cloud Computing
  • Software-Escrow
  • Domainrecht
  • E-Commerce
  • Haftung im Internet
  • Filesharing
  • Datenschutz

Jede dieser Unter-Seiten enthält bewusst kurze Ausführungen über den Nutzen der Rechtsberatung in jedem dieser Gebiete für den Leser.
Auf jeder Seite sind mehrere Links zu verwandten Bereichen, zu Aufsätzen, Videos, Festpreisen, Ihren Vorträgen oder einem Blog-Beitrag.
Dies erhöht die Verweildauer (sprich: das „Vertrauen in Unbekannte Rechtsberater“) erheblich.
Auf jeder Seite finden sich ein Kontaktformular sowie eine Kommentarmöglichkeit, beide mit Spamschutz, so dass jeder Leser sofort seine Frage loswird.

5. Gebot: Transportieren Sie Inhalte auf mehreren Kanälen!

Glossare, Blogs, Seitenbeschreibungen, Permalinks  und Menü-Unterseiten: Text hat viele Transportmittel! Strategisch aufgebaute Webseiten mit Akquiseziel in die Zeitzone Zukunft wollen unbekannte Sucher anziehen, die nicht den Anwaltsnamen (und oft auch nicht dessen Ort) kennen.
Ein Glossar besteht aus alphabetisch gelisteten Begriffen mit Kurzdefinitionen vieler relevanter (d.h. durch den unbekannten Sucher eingegebenen) Suchwörter. Jedes Suchwort hat eine eigene Seite.
Permalinks sind der „Elektronische Personalausweis“ (der „Seitentitel“) jeder Seite und Unterseite.
Bei jedem Google Treffer sind Permalinks grün dargestellt. Ihr Inhalt wird dominant von Google eingelesen und ist mit verantwortlich für das „ranking“ Ihrer Kanzlei.

6. Gebot: Ihre Startseite ist sexy und informativ.

Zukünftige Mandanten sind ungeduldig und oft frustriert. Sie brauchen in wenigen Sekunden auf der Sach- und auf der Beziehungsebene sofortige Information über alles, was ihnen nützt:

  • Fachinformation („Was schaffe ich durch die?“)
  • Vertrauen („Begreifen die meine Situation?“)

Wie schaffen Sie das? Ersetzen Sie Versprechen durch Nutzenargumentation: Sagen Sie dem Mandanten, was ihm nützen wird und nicht, was Sie alles können!
Der Mandant will gewiss nicht lesen, dass Sie „Arbeitsrecht machen“ (das weiß er längst!), sondern dass er mit Ihrer Hilfe „erfolgreich Abfindung verhandeln“ oder „ressourcenschonend einen Sozialplan erstellen“ kann.
Erstellen Sie eine knappe Liste mit dem Nutzen, den Sie konkret bieten.
Jeder Nutzen führt als link zu einer Spezialseite, zu einer Checkliste („Die 10 Todsünden in Ihren AGB’s“ oder „Ihr Verhalten bei einer Polizeikontrolle“) oder einem Glossar mit Details.

7. Gebot: Ersetzen Sie Leerfloskeln und „Begrüßungstexte“!

„Wir sind für Sie da“ ist spätestens eine Lüge, wenn um 17.10 Uhr Ihr Anrufbeantworter angeht, eine unwirsche Telefonsekretärin den Mandanten frustriert oder wenn Sie selbst eilig, arrogant, unverständlich oder schnörkelhaft wirken.
Erfolgreich sind dagegen knappe Eckdaten in einer knappen, mehrfach verlinkten, sehr konkreten Liste, stets begleitet von Kontaktdaten und Anfrageformular.

8. Gebot: Bringen Sie Keywords bereits in die Hauptüberschrift!

Die folgende Überschrift enthält acht (!) Suchwörter, die der neue Mandant eingeben könnte, um Sie zu finden, wenn er nicht Ihren Namen kennt.

„Kündigungsschutz, Abfindung, Zeugnis, Arbeitsvertrag?
Michael M. Brinkerlein – Ihr Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht in Duisburg“

Die sog. H1 Überschrift wird dominant von Google eingelesen. Tragen Sie dafür Sorge, dass diese und andere keywörter in immer anderen Zusammenhängen in Ihrer Seite auftauchen, ohne dass sich die Sätze gleichen oder ähneln!
Die vom Laien bei der Google-Suche verwendeten inhaltlichen Wörter sind dabei dominanter positioniert als der Name des Anwalts, sofern Sie neue Mandanten gewinnen wollen.

9. Gebot: „Meet the need“ – Treffen Sie Sprache und Bedarf des Mandanten!

„Kurz, konkret, präzise“, und das aus Mandantensicht! Das wird Anwälten nicht grad in die Wiege gelegt – und ist doch unerlässlich!
Trauen Sie sich. Schreiben Sie kurze Sätze. Knappe Listen. Alle Hauptsachen in Hauptsätze. Relativieren Sie nichts. Schreiben Sie im Aktiv. Meiden Sie Hilfsverben. Verlinken Sie alle Suchwörter!
Spezifizieren und quantifizieren Sie wahrheitsgemäß. Alle unterstrichenen Wörter führen zu Erläuterungen.

Beispiele:
Aus der für den Laien unbegreiflichen „Ordnungswidrigkeit wegen Geschwindigkeitsüberschreitung“ wird das „Bußgeld wegen zu schnellen Fahrens“.
„Wir sind seit Jahren im Arbeitsrecht tätig“ wird zu „Mittelständische Unternehmer sind seit 13 Jahren unsere Mandanten. Wir begleiten sie durch das Minenfeld der Umstrukturierungen.

10. Gebot: Gebot: Ihre Kosten sind transparent.

Wer sein Problem zum Anwalt trägt, will wissen, was die Problemlösung kostet. Je klarer Sie das auf Ihrer Seite sagen, desto mehr Vorteile haben Sie:

Orientierung:
Der Interessent ist orientiert, verringert seine Kontaktfurcht und hat beim Erstgespräch zum Honorarpunkt keine Einwände.

Kompetenz:
Sie wirken fair, kompetent und berechenbar bei der Gegenleistung. Dasselbe wird Ihnen auch bei Ihrer Leistung unterstellt. Besonders, wenn Sie erwähnen, dass selbst telefonische Rechtsauskünfte immer kostenpflichtig sind, erhöhen Sie – übrigens auch für Sie selbst – den „inneren Wert“ Ihrer mühsam erlangten Kompetenz.

Segmentierung:
Segmentieren von Mandanten: Wer Ihren Preis nicht zahlen möchte, bleibt weg.

Alleinstellung:
Je mehr Zahlen Sie nennen, desto eher stechen Sie aus der Mitbewerbergruppe heraus. Ihre Mitbewerber vermeiden diesen Punkt ganz oder „schwurmeln“ sich durch.

Vertrauen:
Sie geben die Regeln Ihres Hauses vor. Viele Mandanten benötigen Struktur und Verlässlichkeit. Sie reagieren positiv auf klare Ansagen, laientaugliche Erläuterungen und strukturierte Botschaften.

11. Gebot: Bloggen Sie!

Der Blog ist ein Tagebuch im Internet. Er hält Ihre Seite mit wenig Aufwand aktuell, frisch und lesenswert: Sie kommentieren neue Urteile, melden lustige Begebenheiten und Rechtsvorschriften, kündigen Mandanten-Events Seminare an, weisen auf Artikel hin und verlinken zu Kommentaren zu diesen Artikeln.
Ein Blogbeitrag ist manchmal nur 2 Zeilen lang, wenn er nur ein Foto kommentiert und manchmal 30 Zeilen lang, wenn er Folgen eines BGH Urteils für Ihre Zielmandantschaft auflistet.
Alle Blogbeiträge können Sie direkt oder indirekt zu „Neuen Medien“ verlinken. Haben Sie eine Facebook-Seite? Auf dieser sollte jeder Ihrer Blogbeiträge erscheinen, damit er „geteilt“ und kommentiert werden kann.
Auf diese Weise schaffen Sie eine Radius-Präsenz in mehreren Medien zeitgleich.

12. Gebot: Bieten Sie direkten Service:

Kontaktdaten:
Kontaktbutton, Telefonnummer und direkter Anfrage-Link zur Kanzlei-mail Adresse müssen von überall her ohne Zwischenstation sichtbar / erreichbar sein.

Festpreise:
In Zeiten von Legal Tech eine angemessene Reaktion: Standardisierbare Teile Ihrer Mandate werden in Anwaltsportalen zum direkten Verkauf angeboten. Direkt zum Festpreis-Verkauf verlinken! Dort sofort klar machen, was NICHT Festpreis ist: nämlich der Beratungsteil Ihrer Mandate.

Segmentieren von MandantenChecklisten
Sie geben etwas, lange bevor der Mandant bei Ihnen anheuert: Bieten Sie kostenlos herunterzuladende Checklisten – und geben Sie ihnen coole Namen: 6 klassische Fallstricke bei der Trennung, die 10 Gebote des Umgangs mit der Polizei im Ermittlungsverfahren, 12 x erstaunliches Wissen über das Testament, 8 Tipps zur X,  Das 1×1 der Wohnungsübergabe, Anleitung in 6 Schritten zur selbständigen Beschwerde über Ihre Telefonrechnung etc.

Segmentieren von MandantenFotos
Eigene Fotos: alle Anwälte strukturell gleich (schwarz-weiß, bei der Arbeit und vor einem Fenster). Teamphotos sehen oft so gestellt aus wie sie eben sind. Neben jedem Anwalts-Foto platzieren Sie Kompetenzen, Titel, Arbeitsmotto, ggfs. Hobby und vor allem Namen, e-mail-adresse und Telefonnummer Ihrer Assistentin. In guten Webseiten hat Ihre Assistentin eine eigene Seite und wird dadurch aufgewertet!

Fremdfotos
Die Lizenzen von Fotoagenturen oder anderen Bild-Lieferanten müssen mit Rechteinhaber im Impressum stehen! Eine einheitliche Motiv- und Farbsprache bewirkt einen starken visuellen Sog Ihrer Seite; man kann sich kaum entziehen. Das gelingt, wenn Sie Fotos aus derselben inhaltlichen Familie kaufen: Jede Seite ist bebildert mit einem unterschiedlichen Taktik-Spiel: Mühle, Dame, Schach, Skat, Mikado, wenn Sie Ihre Taktik hervorheben wollen. Die Farbe aller Fotos entspricht dabei Ihrer Logo- und Überschriftenfarbe. Alles ist aus einem Guss.

Newsletter bestellen
Gerade Nicht-Mandanten erhalten diese große Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben. Beachten Sie, dass Sie gegen UWG verstoßen, wenn Sie ohne schriftliche Einwilligung mails an Nichtmandanten versenden. Daher ist das schriftliche Kontaktformular mit Freigabe hier unausweichlich!

Urteilsservice
Mandanten finden Urteile nur wichtig, wenn sich durch sie etwas für sie ändert. Schildern Sie im Detail, was das ist. Bloggen Sie darüber. Bei wegweisenden Urteilen kommen Vorträge, Artikel, Videos dazu sofort auf Ihre Startseite! Manchmal über RSS Feed, wie bei IBR Online für das Baurecht.

Referenzen / Mandantenkommentare
Animieren Sie Ihre Mandanten, in Ihr Gästebuch zu schreiben, Ihre Artikel zu kommentieren und vor allem in Bewertungsportalen über Sie zu berichten! Fragen Sie sie, ob Sie das Mandat öffentlich benennen dürfen und lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.

Gegnerlisten
Wer im Medizinrecht über deine große Gegnerliste verfügt und diese auch veröffentlicht, ist ganz weit vorn aus der Sicht des Ratsuchenden. Ein Vertrauensvorschuss ist daraus die Folge.
Beispiel: http://fachanwaeltemedizinrecht.de/aerztepfusch-arztfehler-behandlungsfehler-gegnerliste/