Online Akquise: Kanzlei-Webseiten haben 10 schlimme Schwächen!

Online Akquise: Kanzlei-Webseiten haben 10 schlimme Schwächen!

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Im Kanzleimarketing steigt die Rolle der Kanzlei-Webseite. Wer neue Mandanten dazu gewinnen, derzeitige halten oder ehemalige zurückgewinnen möchte, bietet Langfrist-Strategien durch Inhalte.

Content is King

Viel für die Sucher relevanter Inhalt, der ständig aktualisiert wird, sorgt in der Kanzlei-Webseite dafür, dass über Suchmaschinenoptimierung („SEO“) und Keywords neue Kunden auf Sie aufmerksam werden, dass derzeitige Kunden durch weiterführende Angebote „auf dem Laufenden gehalten“ werden und ehemalige Kunden durch regelmäßigen Input (Newsletter, Vorträge, Aufsätze) zu Ihnen zurückfinden.

Anwaltssuche im Internet

Mandanten finden ihren neuen Anwalt – vor allem in den Prozessfächern – im Internet. Sie suchen zunächst nach persönlichen Empfehlungen (diese können sich auch auf Internetrecherchen beziehen) – und dann googeln sie selbst!
Nach Schätzungen von SEO („Search Engine Optimizing“) – Experten klicken Sucher vor allem auf die organischen (= nicht bezahlten) Treffer der ersten Google Seite.
Daraus resultiert das Ziel, mit der eigenen Webseite genau dort zu landen, sobald ein Sucher relevante Suchwörter eingibt.

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Finden Sie hier Wege zum Monitoring und zum klugen Umgang mit Bewertungen:

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© Johanna Busmann

Die 10 schlimmsten Schwächen in Kanzlei-Webseiten:

1. Strategie
„Wir machen alles“ ist die öffentliche Kapitulation vor Strategie und Spezialisierung! Wer möglichst viele Rechtsgebiete aufzählt, verwässert seine Kompetenzen. Achtung: Vertrauen bricht ein, bevor es entstehen konnte!

2. Orientierung
Die inhaltliche Orientierung „auf einen Blick“ fehlt: Wer? Macht was? Wo? Welche Spezialisierung? Unklare Navigation, versteckte Kontaktdaten, komplizierte Anfrageformulare, fehlende Such-Buttons sowie verschwurmelte Kosteninformationen („Wir rechnen in der Regel nach den gesetzlichen Gebühren ab“) ärgern jeden Probleminhaber!

3. Aktion
Die Seite ist „statisch“. Sie wird nicht wöchentlich verändert, erweitert – und der Besucher darf nicht selbst mitmachen: Er kann keine Aufsätze, Blogbeiträge oder Urteile lesen, keine Filme sehen, keine Checklisten downloaden, kein Buch bestellen. Er kann nichts schriftlich kommentieren.

4. Technik
Sie sind nicht „responsive“ (kaum lesbar auf I-Pad oder I-Phone) und schließen daher 76% aller Internetnutzer tendenziell aus, sie werden durch Suchmaschinen nicht dominant gefunden, obwohl sie schon 13 Jahre am Markt sind oder können durch den Betreiber nicht selbst verändert werden. Alles unnötig teuer!

5. Erster Eindruck
Sie sind visuell abschreckend, wirken billig, ängstlich und altmodisch: Wortwüsten, Blocksatz, kleine Schrift, fünf unterschiedliche Schriftgrößen. Zu wenige Fotos, diese klein, schlecht, in die Ecke geklemmt oder aussagefern („Sieben graue Herren im Treppenhaus“), zu viele Farben und Symbole (Pfeile, Striche, Klammern). Rahmen, Schattierungen und Animationen (fliegende Buchstaben bilden Worte) sind selbstverliebte HTML-Designerspielereien der 90er Jahre, die die Ladezeiten erhöhen.

6. Sprache:
Anwälte schreiben für Juristen: möglichst juristisch, kompliziert und unkonkret. Sie signalisieren dadurch: Hier geht es nicht um den Mandantenbedarf. Fatal!

7. Links
Selten führen interne Links zu anderen Seiten, Erklärungen, Filmen, Aufsätzen, Anfrageformularen. Oft führen links ins Nirwana.

8. Abmahnungen
Abmahngefahr allerorten: Im Impressum fehlen Fotolizenzen, Aufsichtsgremium, link zu berufsrechtlichen Regelungen (BRAK), Haftpflichtversicherung und USt.Nummer, eine MAP24 Anfahrtskizze wird als PDF eingestellt (link ist dagegen erlaubt), Datenschutz-Rubrik ist lückenhaft (besonders bei Cookies und Google analytics) oder fehlt ganz.

9. Versprechen
Die Rubrik „Aktuelles“ verzeichnet das letzte Seminar im Juli 2013, die Rubrik „Seminare“ frustriert durch „Die Seite wird gerade aufgebaut“, die Rubrik „Über mich“ betreibt peinliche Vergangenheitsbewältigung („… und machte den Realschulabschluss 1987…“), die Rubrik „Mitarbeiter gesucht“ meldet „keine freie Stelle“, und vollmundige Floskeln versprechen, was schon beim ersten Anruf nicht gehalten wird („Wir sind an Ihrer Seite“)

10. Nutzenargumentation
Anwälte informieren gern über das, was sie bieten und nie über das, was dies dem Mandanten nützt. Der Mandant möchte erkennen, dass er mit Hilfe des Anwalts einen „kostenbewussten Sozialplan erstellen“ kann. Dass der Anwalt „Arbeitsrecht macht“, weiß der Mandant ja längst.

Basis-Informationen Kanzleimarketing:

Aufsatz Marktpositionierung I
Aufsatz: Marktpositionierung II
Aufsatz: Kanzleikultur
Aufsatz: Kanzleimarketing
Aufsatz: Kanzleiwebseite
Aufsatz: Legal Tech
Aufsatz: beauty contest
Aufsatz: Honorarinformation
Aufsatz: Mandantenbefragung
Aufsatz: Mandantengespräch
Aufsatz: Mandantengespräch: Todsünden
Aufsatz: Schwierige Mandanten

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