Schwierige Mandanten und das Selbstmanagement-Sytem des Anwalts

Schwierige Mandanten und das Selbstmanagement-Sytem des Anwalts

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Umgang mit schwierigen Mandanten? So entstehen Schwierigkeiten mit Mandanten

Mandanten sind Probleminhaber, Anwälte sind Problemlöser, so weit die Theorie. Wo diese beiden Rollen in der Praxis jedoch aufeinander prallen, knallt es gern mal so stark, dass Grenzen verschwimmen.
Anwälte ärgern sich insgeheim selbst über ihre eigene kontraproduktive Duldung, die sie vor sich und anderen gern als Machtlosigkeit verkaufen.
Dieser häufig verwendete Verlagerungs-Trick verleiht einem Anwalt kurzfristig Sicherheit und heißt in Beratersprache: „Externalisierung eigener Schwächen“.

Selbstmanagement

Selbstmanagement ist so einfach: Jeder Mensch erteilt maximal fünf Personen aus seinem Umfeld offiziell die Genehmigung, ihn zu ärgern, zu frustrieren oder in Wut und Verzweiflung zu versetzen.
Diese fünf Personen genießen intime Vorrechte und sind persönliche, unverzichtbare Begleiter.
Über den Versuch anderer Menschen, zu diesen Fünfen zu gehören, lächle ich innerlich. Er ist immer unrealistisch.“
So Dr. Roderich Heinze, Managementtrainer und Coach, mein ehemaliger Ausbilder während der Einführung in das Thema „Selbstmangement“.

Lösung durch Umdenken

Der Kunde ist König; der Anwalt ist Kaiser!
Der Kunde ist König und kommt Hilfe suchend auf das anwaltliche Kaiserschloss. Er braucht einen Größeren, denn klein fühlt er sich ja selbst.
Echte Größe, das sei noch einmal betont, ist das Gegenteil von Arroganz oder Besserwisserei; der Mandant braucht keine aggressiven, unwirschen, selbstverliebten, ungeduldigen, unverständlichen oder auf andere Weise schwachen Berater, sondern herzliche, empathische und sehr strukturierte Kaiser, die wissen, wovon sie reden, die deutlich machen, dass sie gern helfen, dass diese Hilfe etwas kostet und viel bringt!

Folgenschwere Erkenntnisse

Ein Kaiser lässt sich durch Attacken, Verzweiflung oder andere Gefühlsäu- ßerungen eines verzweifelten Königs niemals aus der Ruhe bringen. Er hat nämlich von allem mehr als jeder König – und kann daher reichlich abgeben.
Er hat mehr Ruhe, mehr Gelassenheit, mehr Wissen, das größere Schloss, die besseren Mitarbeiter, er hat eben mehr von allem – nur von Problemen nicht!
Dass Mandanten erst schwierig werden durch anwaltliches Verhalten, besonders durch nicht erfolgte Rückrufe und andere gebrochene Versprechen, ist eine ungeliebte und doch am Ende sehr positive Erkenntnis: nur wer eine suboptimale Situation mit geschaffen hat, kann sie auch drehen!
Läge also problematisches Verhalten von Mandanten ausschließlich am Mandanten, hätte der Anwalt keine Chance!

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Aufsatz Marktpositionierung I
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